In der Folgewoche habe ich mich an die Demontage des 2. Motors gemacht. Mein original eingebauter hat Haarrisse im Block. Ich habe glücklicherweise einen 2. Motor ergattern können. Dieser stammt aus einem 64er T-Bird und ist somit fast baugleich. Der Motor war in einem Wagen verbaut, der in einer brennenden Halle gestanden hat. Bis auf ein paar Brandschäden an Aluminiumteilen hat er jedoch einen guten Eindruck hinterlassen. Beim Demontieren hat sich der gute erste Eindruck weitgehend bestätigt. Die eine Zylinderbank ist in perfektem Zustand. Auch die zweite Zylinderbank ist gut; bis auf einen Zylinder. Darin sind Riefen, die ich bei einer Komplettrestauration nicht akzeptiere. |
Glück im Unglück. Ich habe Kontakt zu den Jungs von Yankee Motors bekommen. Sobald meine Karosse zum Strahlen abgeholt wurde, sende ich meinen 2. Motor nach Nürnberg zur Komplettüberholung. Besonders freute mich, dass die Teile und Dichtungs-sätze, die ich bereits aus den USA besorgt hatte, von Yankee Motors verwendet werden.
Aber nicht nur der Motor machte etwas Probleme. Der Vergaser erwies sich als Wundertüte. Nicht nur das er von Anfang an ein paar Mucken hatte. Alle mir bekannten Überholsätze für den „Ford Autolite 4100“ enthalten nicht
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 alle Teile, die ich für eine Überholung gebraucht hätte. Natürlich hilft hier der Einblick ins Internet. Hier fand ich Daytona Parts (www.daytonaparts.com) in Florida. In einem Telefonat versprachen die Jungs, „egal in welchem Zustand sich der Vergaser befindet, wir restaurieren ihn wie neu…“, was mir sehr zu denken gab. Schließlich wussten die ja nicht wie schlimm mein Vergaser aussah. Mutig wie ich manchmal bin habe ich 50,-- Euro in den Versand investiert. Acht Wochen wollten die Daytona-People zur Restauration brauchen. |
Nach neun Wochen war der Vergaser zurück und ich konnte kaum glauben was ich nach dem Öffnen der Verpackung sah. Der Vergaser war, anhand der Nummer, mein Vergaser. Das war alles was ich nachvollziehen konnte.  Denn der Vergaser sah aus wie neu. Ich habe neugierig die neuralgischen Stellen, wie Wellenbohrungen, Klappen und Düsen untersucht, soweit das durch die Klarsichtverpackung möglich war und konnte nur perfekte Arbeit finden. Die Jungs aus Florida sind genial und mit ruhigem Gewissen zu empfehlen. |
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Zur Vorbereitung zum Verchromen habe ich gleich die Stoßstange demontiert. Dazu werden die, hinter den verchromten Teilen angeschraubten, Träger abgeschraubt. Ratsam ist aber auch hier, die Füße einzuziehen. Diese Träger sind höllisch schwer.
Die Scheinwerfer haben`s in sich. Die Zierringe abschrauben, innen zwei Schrauben lösen und dann geht erst mal gar nichts. Die Scheinwerferverstellung muss sehr umständlich ausgehängt werden. Erst dann lassen die Scheinwerfereinsätze von der Karosserie. Die Verkabelung ist dann schnell abgezogen.
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Die Demontage des Kühlergrills ist easy. Ein paar Schrauben und schon gibt ihn die Karosserie frei. Anders sieht es mit den Aggregaten dahinter aus. Zuerst müssen Karosseriestabi`s entfernt werden. Dann sollte der Klimakühler, nach entfernen der Schrau-ben, zwischen dem vorderen Stehblech und dem Kühler herausgezogen werden. Danach ist der Kühler ganz einfach zu entfernen. |
Nachdem der Kühler ausgebaut war, kamen die Lichtmaschine, der Klimakompressor und der Lüfter dran. Bei diesen Arbeiten muss lediglich dem Klimakühler besondere Aufmerksamkeit entgegengebracht werden. Nicht das der Ausbau kompliziert ist. Nur die hinteren Schrauben, die das Halte- und Verstellgestänge des LIMA-Kompressors halten, sind extrem schwer zugänglich. Hier bietet sich die Fertigung eines Spezialwerkzeuges an. |
Als nächstes widmete ich mich gemeinsam mit Gerd dem Ausbau von Motor und Getriebe. Das hieß für mich, Vergaser ausbauen, alle Schläuche und Leitungen zum Motor lösen und Zündkabel, wie auch Verteilerkappe entfernen. Die Beschriftung von Schläuchen, Kabel und Teilen halte ich für besonders wichtig.  Aber genau das hält furchtbar auf. Deshalb habe ich einen halben Tag darin investiert. |